Wie berühmte Marken zu ihren Namen kamen

Broschüre "Marken ABC", im Auftrag von Mifflin-Schmid Design.

Audi

Notlösung auf Lateinisch

August Horch muss ein streitbarer Mann gewesen sein. 1899 überwarf er sich mit seinem Chef Karl Benz, gründete eine eigene Autowerkstatt und produzierte bald 100 Horch-Automobile im Jahr. 1909 zerstritt er sich mit dem Aufsichtsrat – und fing erneut von vorne an. Allerdings ohne seinen Namen, den durfte er nicht mehr verwenden. Worauf Horch ihn kurzerhand ins Lateinische übersetzte und die neue Firma „Audi Motorenwerke GmbH Zwickau“ nannte. Was ihn aber nicht davon abhielt, seine Autos mit dem Spruch: „Horch, da kommt ein Audi!“ zu bewerben.

Bic

Buchstaben glatt wegrasiert

Die Familie Bicchi aus dem Aostatal hatte sich mit Eisen, Seide und Wohltätigkeit beschäftigt. Die Nachfahren in Frankreich nannten sich nur noch Bich und mussten auch sonst kürzer treten. Marcel versuchte es in der Schreibwarenindustrie, wo er sich mit amerikanischen Kugelschreibern herumschlug. Die Dinger schmierten, klecksten und waren teuer. Also erfand er 1950 ein eigenes Modell: einfach, sauber und zum Wegwerfen billig. Der Werber Pierre Guichenné, der bereit war, für 100'000 Francs eine nationale Einführungskampagne zu kreieren, stellte nur eine Bedingung: Das h muss weg! Der Rest ist Bic Business.

Caran d’Ache

Rot und russisch

Arnold Schweitzer war ein grosser Bewunderer des französischen Zeichners Emmanuel Poiré, der seine Blätter mit ‚Caran d’Ache’ signierte. Als Schweitzer 1924 in Thônex bei Genf eine Farb- und Bleistift-Fabrik übernahm, nannte er deshalb seine Produkte ihm zu Ehren Caran d’Ache. Was so elegant französisch klingt, ist nichts anderes als das französisierte „karandásch“ – das russische Wort für Beistift. Die Kinder im Westen haben also auch in sowjetischer Zeit nichts ahnend mit russisch beschrifteten Stiften gemalt, und die kamen erst noch aus tiefroten Schachteln.

Del Monte

Grandezza vom Grandhotel

Einen Königshof kann man in Kalifornien nicht beliefern, dafür ein Luxushotel so gross wie Buckingham Palace. Also druckten Tillmann & Bendel ein Bild des Del Monte Hotels in Monterey auf ihre Kaffeedosen. Das war 1886. Dreizehn Jahre später waren sie dabei, als sich 18 kalifornische Lebensmittel-Verpacker zur Californian Fruit Canners Association CFCA zusammenschlossen und einen klugen Entscheid fällten: Sie wählten Del Monte zu ihrem Label. 1909 wurde statt des Hotels erstmals das noch heute verwendete Schild auf eine Dose gedruckt, allerdings mit ein paar Schnörkeln mehr. Heute gibt es kaum etwas Essbares, das der Konzern nicht im Angebot hat - und Königshäuser gehören sicher auch zur Kundschaft.

Esso

Aus zwei mach vier

Nein, Esso ist nicht nach Exxon benannt, sondern umgekehrt. Esso ist nichts anderes als die mehr oder weniger phonetische Schreibweise der zwei Buchstaben S und O. Und S.O. steht für die 1870 gegründete „Standard Oil Company of New York". Nun mag man einwenden, es müsste doch Eso heissen, aber wer füllt seinen Tank schon gern mit etwas, das so weich und verträumt klingt. Und mit vier Buchstaben macht der Schriftzug einfach mehr her. Dass Exxon in den USA gar auf fünf kommt, ist reiner Zufall. Esso war aus rechtlichen Gründen nicht möglich, und Exxo klingt doch irgendwie exotisch.

Frisbie

Ein Name – ein Wurf

Als William Russel Frisbie 1871 in Bridgeport USA eine Bäckerei eröffnete, suchte er nicht lange nach einem originellen Namen, sondern nannte sie schlicht Frisbie’s Pies Company. Dass er seine Produkte mitsamt dem Blech verkaufte, mag eine Marketingidee gewesen sein. Ein Wurf war es auf jeden Fall. Denn manche Kunden haben das Blech nach dem Verzehr nicht achtlos weggeworfen, sondern gezielt. So dass man es auffangen und erneut wegwerfen konnte. Es brauchte dann nur noch einen gewissen Walter Frederic Morrison, Yale-Student und Sportsmann, der das Wurfblech verbesserte und plastifizierte. Der Name Frisbie ist geblieben, die namengebende Bäckerei hat 1958 ihre Öfen abgeschaltet.

Greyhound

Auf den Hund gekommen

Niemand war an dem Hupmobil interessiert, das Carl Wickmann und sein Kollege Andersen loswerden wollten. Also machten sie etwas damit: einen Pendelverkehr für Minenarbeiter zwischen Hibbing und Alice in Minnesota. Das war 1914. Ein Jahr später folgten neue Routen und bald auch richtige Busse. Wickmann liess sie grau lackieren, damit sie nicht so staubig daherkämen. „Sie sehen aus wie vorbeiflitzende Greyhound-Dogs“ soll einer gesagt und damit die Gründer des grössten Busunternehmens der Welt erfolgreich auf den Hund gebracht haben.

Hennes & Mauritz

Schräge Verbindung

Wer nicht Schwedisch spricht, wird Hennes für einen Eigennamen halten, ähnlich wie Hennessy. Dabei ist es ein Possessivpronomen und bedeutet schlicht „Ihres“. Ende der Vierzigerjahre, als Erling Persson sein erstes „Hennes“ mit billiger Damenbekleidung eröffnete, waren Name und Stil noch recht neu. Die Idee dazu hatte er sich in den USA geholt. 1968 kam es zur komischen Kombination von „Ihres und Mauritz“ als Persson die Läden des Jagdausstatters Mauritz Widforss dazukaufte. Mittlerweile hat der Erfolg von H&M noch weit schrägere Verbindungen zustande gebracht. Wer hätte gedacht, dass Leute wie Karl Lagerfeld oder Madonna je mit einer Billigkette zusammenspannen würden.

IMI

Kurz und kindlich

Der Name IMI bedeutet genauso wenig wie der Name des Schwesterprodukts aus dem gleichen Hause: ATA. Vielleicht ist das nichtssagende Wort gerade deshalb in beiden Deutschland zum Inbegriff für Wasch-, Putz- und Spülmittel geworden. Als IMI 1929 auf den Markt kam, waren Maschinen noch fern und Hausarbeit entsprechend schwer. Aber mit einem Mittel, dessen Name jedes Kleinkind aussprechen kann, wird alles kinderleicht. Prompt hat es das Produkt auch in ein Erstklass-Lesebuch geschafft: „Mimmi nimm IMI!“

Johnnie Walker

In Vaters Fussstapfen

Kein Witz. Der Firmengründer hiess wirklich John Walker. Und er soll auch in etwa so ausgesehen haben wie der schreitende Mann in der Werbung. Gross geworden ist Klein Johnnie auf einer Farm in Schottland unter lauter Milchkühen. Erst nach dem Tod des Vaters, als er mit seiner Mutter einen Gemischtwarenladen in Ayrshire betrieb, begann er Whisky zu mischen. Und erst seine Söhne und Enkel verliehen dem Produkt die unverkennbaren Merkmale, die die Marke ausmachen: die viereckige Flasche, das schräge Etikett und, um 1909, den Namen Johnnie Walker. Da war John schon mehr als 50 Jahre tot. Sein Geschäft läuft immer noch.

K2R

Ein Fleck auf der Landkarte

Glaube versetzt bekanntlich Berge. Jedenfalls muss der Hersteller fest an die patriotischen Gefühle der italienischen Hausfrauen geglaubt haben, als er sein Fleckenmittel K2R taufte. Damit wollte er das italienische Team ehren, das 1954 den K2 im Himalaya bestiegen hatte. Das geheimnisvolle R ist nichts anderes als eine Typenbezeichnung. Daneben gab es noch K2S und K2V.
Übrigens: K2, die schon fast beleidigend kurze Bezeichnung für 8607 m Berg, steht für Karakorum-Gebirge und zweithöchster der Welt.

Lego

Elternwunsch

Lego ist lateinisch und heisst ich lese. Im Fall der Lego-Bausteine stimmt das allerdings nicht. Als der dänische Schreiner Ole Kirk Christiansen 1934 einen Namen für sein Holzspielzeug suchte, veranstaltete er unter seinen Mitarbeitern einen Wettbewerb um eine Flasche Brombeerwein. Ob er sie dann getrunken hat, ist nicht überliefert, jedenfalls kam er selber auf den Namen Lego. Das ist ein Wunsch, eine Aufforderung. Nicht „Let’s go!“, sondern ein zusammengestecktes „Leg godt“, dänisch für „Spiel gut“. Ein frommer Wunsch vieler Eltern, die mal ein wenig Ruhe möchten. Millionen Kinder sind seither der Aufforderung freudig gefolgt.

Mövenpick

Mundraub und Schreibfehler

Eine freche Möwe soll dem Architekten Otto Zollinger auf der Zürcher Quaibrücke ein Stück Brot aus der Hand gestohlen haben, worauf dieser „Mövenpick!“ rief. In diesem Moment wurde ihm und seinem Freund Ueli Prager schlagartig klar, dass dies der Name für das neuartige Restaurant ist, das sie im „Claridenhof“ planten. Eine Möwe ziert denn auch bis heute den Schriftzug des Gastro-Imperiums Mövenpick. Das V symbolisiert die Flügel des Vogels. So jedenfalls hatten die Urheber seinerzeit den Schreibfehler erklärt. Mehr als ein halbes Jahrhundert später hat er sich bei der Mehrzahl der Leute eingebürgert. Nur der Duden macht noch nicht mit.

Nylon

Der Stoff, aus dem die Legenden sind

Eine Legende geht so: Nylon ist ein Mix aus New York und London. Entstanden sei der Name, weil der Erfinder der Faser, Wallace Hume Carothers, ständig zwischen den Flughäfen NY und LON unterwegs war oder weil Labors von Dupont in diesen beiden Städten an dem Stoff gearbeitet hätten. Beides stimmt nicht. Genauso wenig wie der schadenfrohe Ausruf „Now You Lousy Old Nipponese“, mit dem man bei Dupont über die japanische Seide triumphiert habe. Wahr ist, dass die Kunstfaser zuerst Norun hiess, um zu unterstreichen, dass Nylon-Strümpfe keine Laufmaschen bekommen. Aber erstens war das Versprechen zu vollmundig und zweitens: Wer will schon ein Produkt, das kein Renner ist.

OXO

Der Trick mit der Kiste

Am Anfang hiess der Fleischextrakt noch Liebig und war nur in flüssiger Form zu haben. Erfunden hatte ihn der deutsche Chemiker Justus von Liebig auf der Suche nach einer billigen und kräftigenden Armenspeise. Umgetauft wurde das Produkt von einem englischen Hafenarbeiter. Der hatte im Jahre 1899 eine Kiste mit OXO gekennzeichnet. Ob er damit den Ochsen gemeint oder einfach zwei Kreise und ein Kreuz gemalt hat, ist unwichtig. Der Name ist genial einfach. Und als der Flüssigextrakt in einen trockenen Würfel verwandelt werden konnte, waren Name und Produkt einfach genial.

Post-it

Die Gebrauchsanweisung

Einen extra starken Kleber wollte Spencer Silver im Labor der Firma 3M herstellen. Herausgekommen ist ein extra schwacher Kleber, der keine Spuren hinterlässt. Leider wusste niemand, wozu so etwas gut sein sollte. Ausser Arthur Fry, ebenfalls 3M-Angestellter. Dem waren im Kirchenchor ständig die Zettel aus dem Gesangbuch geflattert, mit denen er seine Einsätze markiert hatte. Jetzt hielten sie, ohne das Buch zu beschädigen. Das neue Produkt wurde Post-it, „Klebs an“, genannt. Der Name ist zugleich die Gebrauchsanweisung.

Quaker

Religion aus dem Lexikon

Mit Religion hatte Henry Seymour direkt nichts am Hut, als er 1877 die Marke Quaker schuf. Er war im Lexikon auf die Glaubensgemeinschaft gestossen und hatte sofort erkannt: Integrität, Ehrlichkeit und Reinheit, diese drei Grundsätze der Quäker trafen auch haargenau auf seine Haferflocken zu. Man kann nur hoffen, dass sie auch heute, viele Fusionen und Übernahmen später, noch gelten. Den Mann mit dem Hut gibt’s nämlich immer noch, aber heute gehört er zu Pepsi.

Rivella

Offenbarung aus dem Fahrplan

Sein Auskommen suchte der Jurist Robert Barth nicht in der Juristerei, sondern in einem garantiert anderen Getränk. Nachdem er aus Molke, einem Abfallprodukt der Käseherstellung, einen garantiert anderen Durstlöscher kreiert hatte, fehlte nur noch der passende Name. Diesen suchte Barth nicht in irgendwelchen Anfangsbuchstaben, sondern im Kursbuch. Bei Riva San Vitale stieg er um auf ein italienisches Wörterbuch und landete bei Rivelazione, zu Deutsch: Offenbarung. Das wars. zione weg, ein l dazu, und das Schweizer Nationalgetränk war geboren.

Steinway

Halbherzige Übersetzung

Obwohl Vater Steinweg dem Herzog von Braunschweig ein teures Klavier verkauft hatte, nahm der Sohn 1848 an den Ausschreitungen gegen den Prinzen teil. Er musste fliehen, die Familie folgte nach. In New York sahen sie sich einer Konkurrenz von über 200 deutschen Klavierbauern gegenüber. Die Steinwegs schafften es dennoch und konnten 1853 das Haus „Steinway & Sons“ eröffnen. Deutschland hatten sie nicht wirklich hinter sich gelassen, das zeigt schon die halbherzige Namensänderung. Der Traum von der Filiale in der alten Heimat erfüllte sich aber erst 1880 in Hamburg. Da war Steinway längst eine Marke. Mit einer Rückübersetzung hätte man sich nur selber Steine in den Weg gelegt.

Toblerone

Nummer oder Nougat?

Gewiss hat Theodor Tobler Zacke für Zacke ein Spitzenprodukt kreiert und darum gleich auch die berühmteste Schweizer Bergspitze auf der Packung verewigt. Aber er hat seinem Namen keine englische Eins angehängt, als er sie Toblerone taufte. Das one lieh er sich beim Torrone, einer italienischen Nougat-Spezialität. Wobei es ihn kaum stören würde, dass Toblerone heute in manchen Ländern Tobler„one“  ausgesprochen wird und sich die Legende von der Number one wacker hält. Genau wie die Geschichte von den Tänzerinnen der Pariser „Follies Bergères“, wo er gern zu Gast war. Ihre Kostüme sollen schuld daran sein, dass das Matterhorn auf der Toblerone in Bleu-Blanc-Rouge daherkommt.

UHU

Welcher Vogel ist noch frei?

August Fischer betrieb eine Tinten- und Farbenfabrik in Bühl im Schwarzwald und tüftelte daneben jahrelang an einem Klebstoff herum. Erst 1932 hatte er sichtbaren Erfolg – mit einem unsichtbaren Kleber. Dieser leimte selbst so moderne Stoffe wie Bakelit zusammen. Fehlte nur noch der passende Name. Damals musste es in der Büroartikel-Branche offenbar ein Vogel sein, aber alle grösseren waren schon besetzt. Durch Pelikan-Tinten, Adler-Schreibmaschinen oder Schwan-Bleistifte. Zum Glück war die grosse Eule mit dem kurzen Namen noch frei. Seither verbindet man UHU in der gelben Tube mit Klebstoff, eine Verbindung, die bis heute hält.

Voltaren

Ein Platz und ein Gedankenblitz

Zu Ehren des italienischen Physikers Graf Alessandro Volta (1745 – 1827) wird nicht nur die elektrische Spannung in Volt angegeben, es sind auch Strassen und Plätze nach ihm benannt. Ein Geistesblitz auf dem Voltaplatz in Basel soll 1979 dem Schmerzmittel Voltaren zu seinem Namen verholfen haben. In der Sprache des Grafen Volta würde man sagen: Se non è vero, è ben trovato. Vielleicht stimmt ja auch die Version, wonach Voltaren seinen Namen dem erfolgreichen Einsatz von Elektrotherapie im Kampf gegen Rheuma verdankt. Die genaue Voltzahl ist nicht bekannt.

Woly

Der Glanz der Romanheldin

„Woly, Sommer im Süden“ hat nichts zu tun mit der Pflege von Sommerschuhen. Es ist eine Liebesgeschichte von Hans Morgenthaler aus dem Jahr 1924. Sie spielt in Ascona und endet traurig. Denn Woly, die junge emanzipierte Dänin, denkt nicht daran, dem kauzigen Hamo jemals die Schuhe zu putzen. Dass sie ausgerechnet auf Schuhcremedosen überlebte, ist dem Wohlklang des Namens zu verdanken. Der hatte den Verantwortlichen der Fabrik Sutter-Kraus einfach gefallen. 1858 hatten sie schon einmal einen Bestseller gelandet. Nicht mit Schuhwichse, sondern mit Essig: Kressi.

Xerox

Trockene Materie

Es soll ein Leben vor dem Fotokopierer gegeben haben. Ebenso unvorstellbar klingt die Geschichte von Chester Carlson, der 1938 in seiner Küche ein elektrostatisches Kopierverfahren entwickelt hatte, das niemand haben wollte, nicht einmal Eastman Kodak. Nur der kleine Fotopapierfabrikant Haloid erkannte, was es bedeutet, auf trockener Basis Fotografien herstellen zu können. Er kaufte die Rechte, verbesserte das Verfahren und nannte sich schliesslich Xerox. Nach dem griechischen Wort für trocken: xeros. Aber mit einem X am Schluss, weil’s so schön zum X am Anfang passt.

Ytong

Knallharte Streichung

Was wie eine neue chinesische Fantasiemarke klingt, ist in Wirklichkeit die vereinfachte Form einer alten schwedischen Produktbezeichnung: Gehärteter Porenbeton aus Yxhult, auf Schwedisch „Yxhults Ångehärdade Gasbetong“. Entwickelt wurde der Baustoff schon nach dem Ersten Weltkrieg, registriert wurde die Marke – als erste Baustoffmarke überhaupt – im Jahre 1940. Da hatte man die 23 Buchstaben zwischen Y und tong zum Glück bereits gestrichen.

Zyliss

Gehackt und gehobelt

Die Marke ist ein typisches Produkt der 50er-Jahre, als der Aufschwung bis in die Küche zu spüren war. Die Schränke und Schubladen füllten sich mit allerlei praktischen Helfern für die geplagte Hausfrau: Hacker, Hobel, Pressen, Reiben, Schäler und Schleudern aus modernem Kunststoff, hergestellt von Karl Zysset in Lyss. Der hackte von seinem Namen erst mal das sset ab, hobelte am y von Lyss herum, bis es nur noch ein i war und fügte beides zu Zyliss zusammen. Jetzt war das Unternehmen gerüstet für die Eroberung der Einbauküchen im In- und Ausland.