Mein Sammelsurium
Rattenfänger fangen Ratten,
Walfänger Wale, Kundenfänger Kunden …
Aber was fangen Anfänger?
*
Er war so kurz angebunden, dass er daran fast erstickte.
*
Handys muss man regelmässig annabeln -
to enable them to function.
*
MISTER X
SEIN NETZWERK HEISST X
SEIN SOHN HEISST X
ABER ER HASST MENSCHEN
MIT EINEM X IM PASS
*
Fixkosten haben nichts mit Drogensucht zu tun.
*
«Lieber sterbe ich, als dass ich in
so ein hässliches Rettungsboot steige.»
Könnte von Oscar Wilde sein
*
Der britische Politiker Greg Hands im Deutschlandfunk:
«Wenn man keinen Platz am Tisch hat,
ist man wahrscheinlich auf der Speisekarte.»
*
Schweizerdeutsch im Wandel:
Statt: Mer wei nid grüble
Mer wie’s nid google
*
Meint einer über seinen Chef:
«Er ist in unserer Firma eine grosse Wurst!»
*
Eine französische Rock-Gruppe heisst Couscous-Clan
*
Neuer Fall: Der Provokativ
*
Podiumsdiskussion zum Thema Verkehrspolitik. Ein Teilnehmer setzt sich für Parkplätze in der Innenstadt ein und meint, man müsse auch an die Leute denken, die «in der Stadt ihre Geschäfte verrichten!»
*
Zucker, Weggen, Kuchen, Süssli, Rösti, Riebli, Würsten, Speck -
soll mal einer sagen, die Schweiz sei kein kulinarisches Land.
*
Heutige Verleger sind eher Plattmacher als Blattmacher.
*
Château d’Yquem?
Eher Château Iiklemm - s’zieht der alles zäme!
*
Rezapp hatte ich immer für eine Koch-App gehalten
und Malware für ein Zeichenprogramm.
*
In der Sendung Espresso wird vor Scharlatanen gewarnt:
„Alle möglichen Leute geben sich als Psychologen aus. Ein Sanitär, der z.B. im Internet einen amerikanischen Fernkurs in Psychologie gemacht hat …“
«… wurde Seelenklempner» ergänze ich.
*
Die bereinigten Staaten von Amerika.
*
Wo eine Villa ist, ist auch ein Weg.
*
Lieber Bouillabaisse als Börsenbaisse.
*
Wasser ist durch nichts zu ersetzen.
*
Eine Unternehmerin in der Radiosendung «Musik für einen Gast»: „Das ist Musik zum Zurücklegen. Dazu kann ich mit meinem Freund und meinem Sohn auf dem Sofa schlendern“.
*
Zeichnungen von Edward Gorey versetzen mich stets in heitere Melancholie.
*
Befürchtung einer Fast-Vegetarierin:
Vielleicht hatte der Fisch noch Pläne …
*
Es geschah zu einer Zeit als Telefone noch klingelten und nicht quengelten.
*
Wie leer muss ein Leben sein, wenn man für drei Minuten Berühmtheit bereit ist, zu morden?
*
Jedes Signal wird rot, wenn es mich sieht.
*
Anmoderation zu einem Radiobeitrag über Philanthropie in Basel:
„Ohne ‚Daig’* gibt’s keine Knete.“
*Für Nicht-Basler: So wurde/wird die Stadtbasler Oberschicht genannt.
*
Spinnen sind Netzwerker,
Vögel sind Nestwerker.
Viren sind Zleidwerker.
*
Öffnen Sie die Weinflaschen eine Woche vor dem Fest, dann ist das schon gemacht.
*
Späte Mutterschaft oder «Last Minute Mutti»
*
Moderator im Deutschlandfunk über Maggie Thatcher:
«Für ihre Kollegen in der EU war sie der Albtraum, wenn sie mit entsicherter Handtasche ihr Geld zurückforderte.»
*
La créativité, c’est l’intelligence qui s’amuse.
*
Beschriftung auf dem Servicewagen einer Wasseraufbereitungsfirma:
« Ihr Wasser, unser Element »
*
Wenn dich Menschen oder Dinge zu sehr beeindrucken,
dann dreh sie einfach um:
ETILETI LOP
INIH GROBMAL
REWOLLOF 00001
KSUM NOLE
*
All gender toilet, kurz: Uniqlo
*
Der Engländer John Evelyn (1620 - 1706) hatte schon im Jahre 1661 ein Buch veröffentlicht, welches die Luftverschmutzung in London durch das Verbrennen von Kohle thematisiert. Der Titel: «Fumifugium».
*
Er hatte ein eigenes Zimmer, aber keine Kinderstube.
*
Nicht jeder, der Verdacht schöpft, ist deshalb gleich schöpferisch tätig.
*
3.11.2021: Der Deutschlandfunk bringt ein Kalenderblatt zum 100. Geburtstag des Schauspielers Charles Bronson, der als Charles Buchinsky mit vierzehn Geschwistern in Pennsylvania aufwuchs. Die Familie sei so arm gewesen, heisst es im Beitrag, dass Charles zeitweise im Kleid seiner Schwester zur Schule gegangen sei und sich mit seinem Bruder ein Paar Socken teilte …
Mich würde noch interessieren, wie das genau war. Hatte Charles nur eine Socke an oder jeden zweiten Tag zwei? Und was trug die Schwester anstelle des Kleides?
*
Es gibt so viel Quatsch, Mist und Blödsinn auf der Welt – aber für keines dieser Wörter eine Mehrzahl.
*
«Die Politik ist der Freiraum, den die Wirtschaft ihr lässt.»
Dieter Hildebrandt
*
Politische Gruppierung von Senioren: Die Vielfaltspartei
*
Richard Serra über seine Arbeitsweise:
«How you do what you do
conveys the way of what’s been done.»
*
«Man muss den Tatsachen ins Fettauge blicken»,
sagte sie sich und steckte den zu engen Rock
in den Kleidersammelsack.
*
Nachtgebet eines Transplantierten:
«Ich bin klein, mein Herz ist vom Schwein …»
*
Versprecher in der Sendung Kulturnotizen: «Der Preis des Ladens Baden Würtemberg …»
*
«cul» und «culinaire» - Ende und Anfang
*
Früher war er Dichter, heute gibt er zu denken.
*
Inschrift am Tor der ehemaligen Kirche Sainte-Marie in Sarlat,
welche Jean Nouvel zur Markthalle umgebaut hatte:
„L’architecture est un mélange de nostalgie et d’anticipation extrême «
Jean Baudrillard
*
Steuerrechnung: Die Rechnung für Dinge, die man zum grössten Teil gar nicht bestellt hat.
*
Die meisten Menschen sagen, sie liebten das Reisen.
Aber warum tun sie dann alles dafür, damit es so schnell wie möglich vorbei ist?
*
Die Sonne zeigte die Wohnung von ihrer staubigsten Seite.
*
Sechs englische «oughs» und ihre verschiedenen Aussprachen:
Aff : rough
Ap : hiccough
Au : plough
Off : cough
Öu : though
U : through
*
Erich Kästner zum Thema Lorelei:
„Man stirbt nicht mehr beim Schiffen,
bloss weil ein blondes Weib sich dauernd kämmt.“
*
Ein Stück für Schlagzeug, Tenorsax und Oropax.
*
Wer hätte gedacht, dass ich mal halbe und ganze Tage damit zubringen würde, eine Maus spazieren zu führen.
*
Mein Herz schlägt zurück.
*
Versprecher am Radio:
"Leichtwasserredaktoren"
*
Von den Angestellten wird jeweils die Schuhnummer notiert, damit die richtige Grösse da ist, wenn man ihnen den Schuh gibt.
*
Ich sterbe, weil ich gelebt habe.
*
Fremdwörter sind wie geschlossene Fenster.
*
Älterer Mann über seine Tochter: «Ich konnte es kaum erwarten, dass sie auf die Welt kam, und sie kanns jetzt kaum erwarten, dass ich die Welt verlasse.»
*
«Wenn ich mir vorstelle, dass der Einbrecher in all meinen Sachen gewühlt hat! Einfach widerlich!!»
«Beruhigen Sie sich. Einbrecher tragen Handschuhe.»
*
Steinerne Ananas auf Torpfosten und Balustraden symbolisieren Reichtum und Gastfreundschaft.
*
«Wer nur von Musik etwas versteht, versteht auch von Musik nichts.»
Hans Eisler
*
Kommentar eines Lords im Britischen Oberhaus zum Thema Fullerene: „It does nothing in particular and does it very well.“
*
Spezialdemokraten
*
„Mit dem Aufkommen preiswerter Automobile werden Vororte mit Familienhäusern entstehen, jedes auf einem eigenen geräumigen Grundstück ... Dies wird die Lebensfreude unermesslich steigern.“
Der Vorsitzende der ‚American Automobile Association‘ 1903
*
Wir sind doch alle die gleichen Individualisten.
*
Lieber hochschwanger als niederträchtig
*
«Als er starb, war er weltberühmt, und das nicht nur in der Schweiz.»
(Radio DRS zu einer Ausstellung über den Clown Grock)
*
Entschuldigung, aber wieso soll pardon besser sein als sorry?
*
Heute nimmt mich die Welt nicht wahr. Nicht einmal der Bewegungsmelder reagiert auf mich.
*
Auf allen Gipfeln ist Muh.
*
Eine Tierklinik könnte sich doch „Winsel-Spital“ nennen.
*
Vorschläge für Anreden:
Sehr verärgerte Damen und Herren
Liebe Dachrinnen und Dachren
Vertebraten und Invertebraten
*
Wir hormonieren sehr gut.
Gespräch in der Buchhandlung Orell Füssli:
«Sagen Sie, gibt es eigentlich noch Benimmbücher?» –
«Aber ja, jede Menge, immer mehr!» – «Und wo finde ich die?» – «Einen Stock tiefer, unter «Hobby»!»
*
Auf der Speisekarte eines Restaurants im Goms:
«Beim Rösti zusätzliches Bratwurst Fr. 7.»
*
Der SVP-Politiker Hans Fehr zur Radio-Moderatorin:
«Si bisset d Chatz in Schwanz!»
*
Marronischalen zertreten ist wie Toast essen mit den Füssen.
*
Peter Burri in der DRS-Sendung «Reflexe-Thema»
zu Helmut Hubacher: «Sie haben in diesen Kelch gebissen...»
*
Reis für den Kopf, Kartoffeln für den Magen, Pasta für die Seele.
*
Mein Gehirn gibt mir zu denken.
*
Das ist das Traurige am Älterwerden:
Man kennt immer mehr Tote.
*
Am Klassik-Radio :
«Ensemble Intercantonperain …, Intercontainporun …, Intercontemporain!»
*
Der ewige Schnee ist ein Auslaufmodell.
*
Korruption verhindert man nicht,
indem man Couverts verbietet.
*
In einer Sendung im Deutschlandfunk zum Thema Konsum:
«Völker leert die Regale …»
Mein Beitrag:
«Auf zum letzten Geschäft!»
*
Die inneren Bilder halten sich nicht an gängige Fotoformate.
*
Mitglied der Ethikkommission und Novartis-Beauftragter am Radio DRS: «Ich habe nicht das Lied zu singen, dessen Brot ich esse!»
*
„Camping ist der Zustand, wo der Mensch seine eigene Verwahrlosung als Erholung empfindet.“
Frank-Markus Barwasser, Kabarettist
*
Ich erwarte von einem Museumsbesuch, dass ich danach mein Leben ändern möchte. Nicht mehr und nicht weniger.
*
Das schlägt zu Bauche.
*
Interviewer zum Studiogast: „Besprechen Sie das am Nachttisch?“
*
Englisch für Böswillige: Coin laundry = Geldwäscherei
*
«Semikolon setzen ist wie Tango tanzen: Innehalten und Vorwärtsdrängen im selben Augenblick.»
Peter K. Wehrli
*
Sie wurde geboren, lebte, schreibte und sterbte.
*
Bei den meisten Klamotten ist alles schlecht genäht.
Ausser der Etikette, die kriegt man fast nicht weg.
*
Definition von Schmutz im Deutschlandfunk.:
«Schmutz ist Materie am falschen Ort.»
*
Eine Tierklinik könnte sich doch „Winsel-Spital“ nennen.
*
Aus einer CD-Besprechung im Deutschlandfunk:
«Für all jene, die das Cembalo für den nächsten Verwandten der Nähmaschine halten ...»
*
Text auf einer Body Shop-Tüte:
„Wer denkt, er sei zu unbedeutend, um etwas zu bewirken,
hat noch nie mit einem Moskito die Nacht verbracht!“
*
Schweizerdeutsch für Deutsche:
Ein Schmützli ist kein kleiner Dreck.
*
Warnung vor der Ehe mit einem Künstler,
einer Künstlerin:
Man heiratet nur die Kehrseite!
*
Zuviel Vernetzung ergibt Filz.
*
Am Rand der Rabatte blüht ein Bonbonpapier.
*
Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegenüber den Kindern.
Mark Twain
*
Kranfried und Baumulde
Ein Aufschwung-Roman
*
Am Geld-Automaten
Si prega di introdurre
La carta in die Schnurre.
*
Wann wurde gurken zum Verb?
*
Die Diktatur des Sekretariats.
*
Warum ging im Britischen Empire die Sonne niemals unter?
Weil der Herrgott den Briten im Dunkeln nicht traute.
(Weiss nicht mehr, von wem das ist.)
*
Zelten oder: Hotel Campinsky
*
Spruch an der Wand im Film „Hans im Glück“ von Peter Liechti:
„Leb und erwirb -
Zahl Steuern und stirb.“
*
«Es kam zu Hamsterkäufen.»
Was machen die Leute bloss mit all den Hamstern?
*
Kitsch-Garten mit Venus von Migros.
*
Der Ring war in Wahrheit eine Dichtung.
*
Alle Jahre wieder kommt das Fiskuskind.